Sicherer Schulweg

Liebe Eltern, liebe Erziehungsberechtigte,

nach den Sommerferien wird Ihr Kind eingeschult. Ein neuer Lebensabschnitt mit vielen
neuen Erfahrungen beginnt. Die Schulanfänger werden in diesem Lebensabschnitt
vielleicht erstmals auch mit den Risiken des Verkehrs konfrontiert Darauf müssen sie
vorbereitet werden und dabei so“ dieser Schulwegplan behilflich sein. Bitte nehmen Sie
sich im Interesse Ihres Kindes die Zeit, den Plan zu studieren und beachten Sie folgende
Hinweise:

Suchen Sie mit Hilfe des Schulwegplanes unter Beachtung der Ampelanlagen und
eventueller Verkehrshelferstellen den sicheren Weg für Ihr Kind aus; über die
Einsatzzeiten der dortigen Verkehrshelfer informiert Sic gegebenenfalls Ihre Schule.
Bitte bedenken Sie, dass der kürzeste Weg nicht immer der sicherste Weg ist.
Gehen Sie Schulweg mit Ihren-i Kind bereits vor der Einschulung mehrere Male
ab. Denken Sie daran: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie haben noch kein
ausgeprägtes Gefahrenbewusstsein und sind deshalb im Straßenverkehr besonders
gefährdet.

Begleiten Sie Ihr Kind während der ersten Schultage zur Schule und holen Sie es
nach Schulschluss wieder ab. Dabei weisen Sie ihr Kind auf kritische
Verkehrssituationen hin. Durch Ihr eigenes vorbildliches Verhalten zeigen Sie Ihrem
Kind am besten, Wie es sich sicher auf dem Schulweg verhält.

Stärken Sie die Selbstständigkeit Ihres Kindes; lassen Sie es allein Oder in Gruppen
den Schulwæg bestreiten, wenn es sich sicher genug fühlt Vermeiden Sie möglichst
einen Fahrdienst bis unmittelbar vor die Schule.

Von Beginn an wird Ihrem Kind in der Schule Verkehrsunterricht erteilt. In den ersten
Schulwochen werden die Schulanfänger verstärkt durch die Polizei und die Schule in
kindgerechter Weise mit den Gefahren des Straßenverkehrs vertraut gemacht. Ziel ist es,
Ihrem Kind zu helfen, sich im Verkehrsgeschehen und Gefahren zu
erkennen und zu meiden.

Oberbürgermeister Philipp  &  Polizeipräsident Oelze

 

Schulwegplan

Schulwegplan

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Hinweise zum sicheren Überqueren von Fahrbahnen auf dem Schulweg:

Empfehlungen der Stadt und der Polizei aur Grundlage des Bordsteintrainings im Kin-
dergarten und der Verkehrserziehung der Polizei mit den Kindern der ersten Schuljahre.

Fahrbahnüberquerung (abseits Hauptverkehrsstraßen) ohne Querungshilfe

in jede Richtung schauen und erst wenn kein Auto kommt, die Fahrbahn zügig
(nicht rennen und nicht pennen!) und auf möglichst kurzem Wege überqueren.

Fahrbahnüberquerung zwischen parkenden Autos

Sich versichern, dass in den beiden Autos, zwischen die man treten möchte, kein
Fahrer sitzt, ansonsten eine andere Lücke suchen.
Zwischen die Autos treten und langsam bis zur Fahrzeugkante vorgehen, so dass
beide Fahrtrichtungen gut eingesehen werden können.
Sich versichern, dass in den Fahrzeugen auf der anderen Seite auch keine Fahrer
sitzen, oder noch besser: wenn gegenüber nicht geparkt wird.
Dann queren wie oben beschrieben.
Grundsätzlich queren die Fußgänger Seitenstraßen an Kreuzungen und Einmündun-
gen. Sie müssen dies nach der StVO tun, wenn es die Verkehrslage erfordert.

Grafik Schulweg 1Im Vergleich zur „direkten‘ Que-
rung, bei der die Kinder 3 4 Fahr
zeugströme beachten müssen (im
Bild oben), können sie sich bei der
abgesetzten Führung auf 2 Fahr-
zeugströme konzentrieren (im Bild
unten). Die Situation wird über-
sichtlicher.

In der jeweiligen Örtlichkeit eine
geeignete Querungsstelle zu fin-
den, hängt von der jeweiligen Si-
tuation vor Ort ab: so sollten bei-

spielsweise Einfahrten gemieden werden, Maßgebliches Kriterium ist die Sicht, d.h. Querungen in der Nähe von Kuppen, Kurvenbereichen und sonstigen Sichthindernissen sind zu vermeiden.
Abgesetzte Querungen müssen nicht zwingend die sicherste Querungsmöglichkeit
sein! Die Entscheidung hängt von der jeweiligen Situat on vor Ort ab und bedarf des-
halb des vorherigen gemeinsamen Ubens der Eltern mit ihrem Kind!
Um auf die Möglichkeit der abgesetzten Querung hinzuweisen, wurde im Schulwegplan
an den entsprechenden Stellen auf die Angabe einer „vorgegebenen“ Querungsstelle
verzichtet, die Stellen sind stattdessen mit einem Farbpunkt versehen.

Zebrastreifen

Rechtlich gesehen sind Fußgänger an Zebrastreifen bevorrechtigt, d.h. Autofahrer
müssen anhalten. Praktisch gesehen kann man sich jedoch nicht auf die Bevorrechti-
gung verlassen; Anspruch zu erzwingen ist zu gefährlich. Also:
Zuerst schauen, ob ein Fahrzeug kommt. Wenn nicht, zügig und auf direktem Weg
queren (s.o.).
Wenn ein Auto kommt, dem Autofahrer die Querungsabsicht per Handzeichen mit-
teilen, abwarten bis das Fahrzeug hält und erst dann queren, Wichtig ist, den Kin.
dem zu vermitteln, dass sie beim Queren weiterhin den zweiten Fahrstreifen im
Auge behalten müssen. Das heißt auch, sich nicht unter Druck setzen / setzen
sen und loslaufen. Denn: während das Kind den ersten Fahrstreifen quert, kann
ein Auto von rechts gekommen sein Oder, was häufig passiert, ein Fahrzeug Ober-
holt das haltende Fahrzeug am Zebrastreifen.
Wichtig; Radfahrer müssen absteigen, da die Bevorrechtigung an Zebrastreifen nur
für Fußgänger gilt.

Mittelinsel

Vorteil: die Kinder haben immer nur eine Fahrtrichtung zu beachten.
Achtung: Kinder, die im Bereich von Mittelinseln warten, werden häufig durch die
Beschilderung auf den Inseln verdeckt. Wichtig ist, dass die Kinder sich so stellen,
dass sie den Fahrstreifen, den sie überqueren möchten, gut und möglichst weit
einsehen können und auch von den Autofahrern gut gesehen werden. Zur Sicher-
heit trotzdem immer in beide Fahrtrichtungen schauen und „Geisterfahrer“ aus-
schließen.

Fußgängerampel

Der Fahrzeugverkehr Wird angehalten und Fußgänger können die Fahrbahn „konflikt-
frei“ überqueren. ABER: Manchmal entstehen lange Wartezeiten. Rotlichttahrer / „spa-
te Gelbfahrer% sind nie ganz auszuschließen.

Beampelte Kreuzung

Meistens haben die Fußgänger gleichzeitig mit den parallel fließenden Fahrzeugen
Grün. Obwohl die Fußgänger bevorrechtigt sind, können Konflikte mit gleichzeitig frei-
gegebenen abbiegenden Fahrzeugen auftreten. Auch Rotlichtfahrer sind nicht immer
auszuschließen. Wichtig ist, die Kinder auf diese „Lücken“ im vermeintlich sicheren
System hinzuweisen und darauf, nicht einfach bei Grün auf die Fahrbahn zu laufen,
sondern selbst Kontrollen einzubauen (Blickkontakt).